Linda Sommerhage erhielt ihre ersten Gesangsstunden bei Annette Richter-Westermann. Nach dem Abitur begann die Mezzosopranistin ihr Gesangsstudium zunächst bei Reginaldo Pinheiro an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt am Main. 2001 wechselte sie in die Klasse von Professorin Hedwig Fassbender und machte im Sommer 2006 ihr Diplom im Fach Operngesang. Danach vervollständigte die Mezzosopranistin ihre Ausbildung an der Musikhochschule Hanns Eisler Berlin bei Professorin Anneliese Fried und schloss ihr Konzertexamen mit Auszeichnung ab.

Bereits während ihres Studiums gab Linda Sommerhage ihr Operndebüt im Hessischen Staatstheater Wiesbaden und sang beim internationalen Jacques Offenbach Festival in Bad Ems. Im Juni 2006 feierte sie ihr Rollendebüt als Dido wie auch als Sorceress in Purcells „Dido and Aeneas“ in Montepulciano/Italien und sang an der Oper Frankfurt in Wagners „Die Meistersinger von Nürnberg“ die Partie des Lehrbuben. Für die Spielzeit 2006/2007 wurde die Mezzosopranistin an das internationalen Opernstudio des Staatstheaters Nürnberg engagiert und sang unter anderem in der deutschen Erstaufführung von Philip Glass „Les enfants terribles“. Im Winter 2007 gastierte Linda Sommerhage als Hänsel in Humperdincks „Hänsel und Gretel“ erneut an der Staatsoper Nürnberg. Anschließend debütierte sie an der Opéra national du Rhin Strasbourg als Siegrune in Wagners „Die Walküre“, wie auch als Dorabella bei den Zwingenberger Schlossfestspielen.

Bereits 1998 war sie Preisträgerin des Euregio Gesangswettbewerbes in Wish/Niederlande und 2007 Finalistin beim Richard-Strauss-Wettbewerb in München Im November 2004 wurde Linda Sommerhage in die Yehudi Menuhin Förderung „Live music now“ aufgenommen. Silvester 2009 gab sie ihr Debüt im großen Festspielhaus Salzburg, gemeinsam mit dem Mozarteum Orchester Salzburg unter der Leitung von Leo Hussain.

In der Spielzeit 2009/2010 war sie Ensemblemitglied am Landestheater Salzburg und wechselte anschließend an das Staatstheater Oldenburg, wo sie unter anderem als Death in „Death Knocks“, Der Trommler in „Der Kaiser von Atlantis“, Waltraute in „Die Walküre“, Siebel in „Faust“, Suzuki in „Butterfly“ und Hänsel in „Hänsel und Gretel“ zu sehen und hören war. Zudem sang sie mit dem Oldenburgischen Staatsorchester Mahlers „Lieder eines fahrenden Gesellen“ unter der Leitung von Thomas Dorsch. Außerdem gastierte Linda Sommerhage 2011 als Cherubino am Staatstheater Darmstadt,  als Ottavia an der Oper Passau, sowie als Suzuki am Stadttheater Osnabrück.

In den folgenden Spielzeiten feierte sie große Erfolge mit Ihrem Debüt als Romeo in Bellinis I Capuleti e i Montecchi, sowie in der Titelpartie von Bibalos Fräulein Julie. Auch als Varvara in Katja Kabanova, 2. Dame in der Zauberflöte, mit der Altpartie in Beethovens 9., sowie in Berlioz Romeo und Julia stand die Mezzosopranistin erfolgreich auf der Bühne des in neuem Glanz erstrahlten, frisch renovierten Oldenburgischen Staatstheaters. Zum Abschluss der Spielzeit 2012 war sie mit Ravels „Shéhérazade“ im Sinfoniekonzert zu hören und 2013 mit Mahlers „Sinfonie der Tausend“ (Nr.8).

Die Spielzeit 2013/2014 steht zunächst ganz im Zeichen von Richard Wagner. Anfang Oktober gab Linda Sommerhage ihr erfolgreiches Rollendebüt als Brangäne in Wagners Tristan und Isolde und anschließend mit der Partie der Wellgunde im Rheingold ihr Debüt an der Opéra Monte Carlo. Neben den Partien der Dorabella und Larina war sie im Frühling 2014 im Sinfoniekonzert mit Wagners Wesendonck Liedern zu hören.

Ab der Spielzeit 2014/15 wechselte sie ans Staatstheater Mainz und präsentierte sich dort mit der Partie der Magdalene in "Die Meistersinger von Nürnberg". In dieser Saison widmet sich Linda Sommerhage dem dramatischen Fach und wird ihr Debüt als Senta in Wagners "Der fliegende Holländer", sowie Mère Marie in Poulencs "Dialogues des carmélites" geben.